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NZIA Förderung
für Photovoltaik

Was Unternehmen und Projektierer wissen sollten

Fördert der Net-Zero Industry Act Photovoltaik?

Der Net-Zero Industry Act (NZIA) soll die Produktion strategisch wichtiger klimaneutraler Technologien in Europa stärken. Photovoltaik gehört zu diesen Net-Zero-Technologien. Doch bedeutet das auch, dass es eine eigene NZIA-Förderung für Photovoltaik gibt?

Nicht unmittelbar. Der NZIA ist kein klassisches Förderprogramm, bei dem Betreiber einer Photovoltaikanlage einfach einen Zuschuss beantragen können. Stattdessen schafft der NZIA einen europäischen Rahmen, der unter anderem Auswirkungen auf öffentliche Beschaffung, Ausschreibungen und Fördermechanismen für erneuerbare Energien haben kann.

Dabei gewinnen Kriterien wie Resilienz, Nachhaltigkeit und die Herkunft strategisch wichtiger PV-Komponenten an Bedeutung. Für Unternehmen, Projektentwickler, Installateure und Investoren kann deshalb künftig nicht nur entscheidend sein, ob ein Photovoltaikprojekt gefördert wird – sondern auch, welche Technologien und Komponenten eingesetzt werden.

Sie planen ein PV-Projekt mit besonderen Anforderungen an Herkunft und Resilienz? 
Sprechen Sie mit uns über die Anforderungen Ihres Projekts.

Leiter Vertrieb DACH
Hans-Bernd Wiesener
Mobil: +49 172 8556959
Email: h.wiesener@kostal.com

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Email: l.brinkmeyer@kostal.com

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Was ist die NZIA-Förderung für Photovoltaik?

Wer nach „NZIA Förderung Photovoltaik“ sucht, sollte zwischen zwei Ebenen unterscheiden. Der NZIA ist zunächst ein industriepolitischer Rahmen der Europäischen Union. Er soll die europäischen Produktionskapazitäten für Net-Zero-Technologien stärken und strategische Abhängigkeiten reduzieren.

Die eigentliche finanzielle Förderung oder Unterstützung kann dagegen über unterschiedliche europäische oder nationale Instrumente erfolgen. Der NZIA kann beeinflussen, unter welchen Bedingungen solche Instrumente ausgestaltet werden und welche zusätzlichen Kriterien bei Ausschreibungen berücksichtigt werden. Für Photovoltaikprojekte können deshalb neben Preis und technischer Leistung weitere Faktoren relevant werden.

Dazu gehören insbesondere:

  • Resilienz
  • Nachhaltigkeit
  • Herkunft
  • Lieferkettensicherheit
  • europäische Produktionskapazitäten
  • weitere Non-Price Criteria

Welche Photovoltaik-Technologien betrifft der NZIA?

Der NZIA betrachtet Photovoltaik nicht nur als fertiges Solarmodul. Zur strategisch relevanten PV-Wertschöpfungskette gehören verschiedene Komponenten.

Dazu zählen unter anderem:

  • Polysilizium für Photovoltaik
  • Ingots
  • Wafer
  • PV-Zellen
  • Solarglas
  • PV-Module
  • PV-Wechselrichter
  • PV-Tracker und spezifische Montagestrukturen

Damit können bei entsprechenden Förder-, Beschaffungs- oder Ausschreibungsverfahren unterschiedliche Bestandteile einer Photovoltaikanlage relevant werden.

Auch die Auswahl des Wechselrichters kann deshalb Teil einer NZIA-orientierten Projektplanung sein.

Was haben Förderprogramme mit dem NZIA zu tun?

Europäische und nationale Fördermechanismen sollen nicht ausschließlich den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen. Zunehmend stellt sich auch die Frage, wo die dafür benötigten Technologien hergestellt werden und wie resilient ihre Lieferketten sind. Hier setzt der NZIA an. Bei entsprechenden Unterstützungs- und Ausschreibungsmechanismen können zusätzliche Kriterien eingesetzt werden, um beispielsweise:

  • die Abhängigkeit von einzelnen Drittstaaten zu reduzieren,
  • europäische Produktionskapazitäten zu stärken,
  • nachhaltigere Technologien zu fördern,
  • resilientere Lieferketten aufzubauen.

Damit kann die Herkunft der eingesetzten Technologie wirtschaftlich an Bedeutung gewinnen.

Was sind Non-Price Criteria bei der PV-Förderung?

Der niedrigste Preis muss bei entsprechenden Verfahren nicht das einzige relevante Entscheidungskriterium sein. Über sogenannte Non-Price Criteria können zusätzliche Anforderungen berücksichtigt werden. Dazu können je nach Verfahren beispielsweise gehören:

  • Resilienz: Wie abhängig ist die Technologie oder ihre Lieferkette von einzelnen Drittstaaten?
  • Nachhaltigkeit: Welche ökologischen Anforderungen erfüllt die eingesetzte Technologie?
  • Verantwortungsvolle Lieferketten: Welche Anforderungen bestehen hinsichtlich Arbeitsbedingungen, Menschenrechten und Transparenz?
  • Herkunft: Wo werden strategisch relevante Komponenten hergestellt?

 

Welche Kriterien tatsächlich gelten und wie stark sie gewichtet werden, richtet sich nach dem konkreten Förder-, Auktions- oder Beschaffungsverfahren.

NZIA und PV-Förderung frühzeitig berücksichtigen

Die europäische Photovoltaikpolitik entwickelt sich weiter. Neben dem schnellen Ausbau erneuerbarer Energien rücken Resilienz, europäische Wertschöpfung und Versorgungssicherheit stärker in den Mittelpunkt. Für Projektentwickler, Unternehmen und Installateure lohnt es sich deshalb, bei geförderten oder öffentlich ausgeschriebenen PV-Projekten frühzeitig zu prüfen:

Welche Anforderungen gelten – und welche Komponenten passen dazu?

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