Photovoltaik und Speicher:
Solarstrom länger nutzen
Solarstrom erzeugen, speichern und dann nutzen, wenn Sie ihn brauchen
Eine Photovoltaikanlage erzeugt den meisten Strom, wenn die Sonne scheint. Der Energiebedarf eines Haushalts richtet sich jedoch nicht immer danach. Gerade morgens und abends wird häufig viel Strom benötigt – also zu Zeiten, in denen die Photovoltaikanlage wenig oder gar keine Energie erzeugt.
Ein Batteriespeicher hilft dabei, Solarstrom zeitlich verfügbar zu machen: Energie, die tagsüber übrig ist, wird gespeichert und später im eigenen Zuhause genutzt. So bleibt mehr vom eigenen Solarstrom im Haus.
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So passen Photovoltaik und Stromverbrauch zusammen
Eine typische Photovoltaikanlage beginnt morgens mit der Stromerzeugung, erreicht rund um die Mittagszeit hohe Leistungen und produziert zum Abend hin immer weniger Energie. Der Stromverbrauch eines Haushalts sieht häufig anders aus.
Morgens wird geduscht, Kaffee gekocht und das Haus startet in den Tag. Tagsüber kann der Verbrauch geringer sein. Abends kommen die Bewohner nach Hause, es wird gekocht, Unterhaltungselektronik läuft und möglicherweise wird das Elektroauto geladen. Es entsteht eine zeitliche Lücke zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch.
Eigenverbrauch bezeichnet den Anteil des erzeugten Solarstroms, der direkt oder nach Zwischenspeicherung im eigenen Haushalt genutzt wird.
Autarkiegrad beschreibt dagegen, welcher Anteil des gesamten Strombedarfs durch die eigene Photovoltaikanlage und gegebenenfalls den Batteriespeicher gedeckt wird.
Beides ist nicht dasselbe – aber ein Batteriespeicher kann beide Werte erhöhen.
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Wie groß sollte ein Batteriespeicher sein?
Viel hilft nicht automatisch viel. Ein Batteriespeicher sollte zur Photovoltaikanlage und zum Energieverbrauch des Haushalts passen. Ein zu kleiner Speicher kann vorhandene Solarstromüberschüsse nicht vollständig aufnehmen. Ein unnötig großer Speicher wird dagegen möglicherweise über längere Zeit nicht vollständig genutzt.
Bei der Planung spielen deshalb mehrere Faktoren zusammen:
- Größe und Leistung der Photovoltaikanlage
- jährlicher Stromverbrauch
- Verbrauchsverteilung über den Tag
- Haushaltsgröße
- Wärmepumpe oder andere größere Verbraucher
- Elektroauto und Ladeverhalten
- gewünschte Ersatzstromversorgung
- mögliche zukünftige Erweiterungen
Entscheidend ist deshalb nicht der größtmögliche Speicher, sondern der passende Speicher für das eigene Energiesystem.
Lesen Sie auch: Passende Photovoltaiklösung planen →
Was passiert, wenn die Batterie voll ist?
Auch mit Batteriespeicher kann eine Photovoltaikanlage zeitweise mehr Strom erzeugen, als im Haus benötigt oder gespeichert werden kann. Ist die Batterie vollständig geladen, kann überschüssige Energie in das öffentliche Netz eingespeist werden.
Umgekehrt gilt: Ist die Batterie leer und die Photovoltaikanlage erzeugt nicht genügend Energie, wird weiterhin Strom aus dem Netz bezogen.
Das Energiesystem nutzt damit unterschiedliche Energiequellen und -wege:
PV-Strom verfügbar? → direkt selbst nutzen
PV-Überschuss vorhanden? → Batterie laden
Batterie voll? → Überschuss einspeisen
PV reicht nicht? → Batterie nutzen
PV und Batterie reichen nicht? → Netzstrom beziehen
Das geschieht im laufenden Betrieb automatisch.
Ein Speicher kann mehr als Solarstrom für den Abend bereithalten
Moderne Batteriespeicher werden zunehmend zu einem aktiven Bestandteil des Energiesystems. Denn neben dem klassischen Speichern von überschüssigem Solarstrom entstehen neue Möglichkeiten. In Verbindung mit einem intelligenten Energiemanagement und entsprechenden Stromtarifen kann beispielsweise auch berücksichtigt werden, wann Strom aus dem Netz besonders günstig verfügbar ist.
Damit verändert sich die Aufgabe des Speichers:
Nicht nur „Solarstrom speichern“, sondern zunehmend „Energie dann speichern und nutzen, wenn es sinnvoll ist.“
Das macht Batteriespeicher besonders interessant für zukünftige Energiesysteme mit dynamischen Stromtarifen und flexiblen Verbrauchern.
Lesen Sie auch: Dynamische Stromtarife entdecken →
Solarstrom für Haus, Wärme und Mobilität speichern
Mit zunehmender Elektrifizierung steigt auch die Bedeutung der eigenen Energieversorgung. Eine Wärmepumpe benötigt Strom zum Heizen. Ein Elektroauto benötigt Strom zum Fahren. Haushaltsgeräte und Unterhaltungselektronik benötigen ebenfalls Energie.
Photovoltaik, Batteriespeicher und intelligentes Energiemanagement können diese Bereiche miteinander verbinden. Der Batteriespeicher wird damit Teil eines Gesamtsystems, das selbst erzeugte Energie möglichst effizient im eigenen Zuhause verfügbar macht.
Und bei einem Stromausfall?
Ein Batteriespeicher bedeutet nicht automatisch, dass das Haus bei einem Stromausfall weiter mit Energie versorgt wird. Dafür muss das gesamte System für eine Ersatzstromversorgung ausgelegt sein. Mit einem geeigneten Wechselrichter, Batteriespeicher und einer entsprechenden Umschalteinrichtung kann eine Ersatzstromlösung das Haus bei einem Ausfall des öffentlichen Netzes weiter versorgen.
Wer diese Möglichkeit nutzen möchte, sollte sie bereits bei der Planung der Photovoltaik- und Speicheranlage berücksichtigen.
Lesen Sie auch: Photovoltaik mit Ersatzstrom entdecken →
Solarstrom speichern. Mehr eigene Energie nutzen.
Mit einem Batteriespeicher lässt sich selbst erzeugte Solarenergie auch dann nutzen, wenn die Photovoltaikanlage gerade wenig oder keinen Strom produziert. Dadurch kann mehr Solarstrom im eigenen Zuhause bleiben und weniger Energie aus dem öffentlichen Netz benötigt werden.
Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel aus Photovoltaikanlage, Wechselrichter, Batteriespeicher, Energiemessung und intelligenter Steuerung. KOSTAL verbindet diese Komponenten zu einem Energiesystem, das heute funktioniert und sich auch an zukünftige Anforderungen anpassen lässt. Es geht darum, die Energie für das eigene Zuhause zunehmend selbst zu erzeugen und intelligent zu nutzen.
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