KOSTAL erweitert Multi Device Control (MDC)
Funktions-Update integriert die PIKO CI-Serie und den PLENTICORE BI 25 G3, erweitert die Verbrauchsvisualisierung und ermöglicht die systemweite Modbus-TCP-Steuerung sowie die Einbindung von bis zu vier Clients.
Nach der erfolgreichen Markteinführung der Multi Device Control (MDC) baut die KOSTAL Solar Electric GmbH das System gezielt weiter aus. Mit dem Software-Update 3.07.00.25789 wächst die zentrale Wechselrichtersteuerung über die bisherige PLENTICORE-Konfiguration hinaus: Neben zusätzlichen kompatiblen Geräten profitieren Installateure und Anlagenbetreiber von einer übergeordneten Modbus-TCP-Schnittstelle, einer erweiterten Verbrauchsmessung und zusätzlichen Funktionen zur Überwachung des Systems.
Bislang war MDC primär auf Mehrgerätesysteme mit bis zu drei Wechselrichtern der Serien PLENTICORE G3 und PLENTICORE MP G3 ausgelegt. Mit dem Update erweitert KOSTAL die Einsatzmöglichkeiten von MDC für PV- und Speicherprojekte im Eigenheim und im Kleingewerbe deutlich.
Die wichtigsten Neuerungen des MDC-Updates im Überblick
- PIKO CI G1/G2 und PLENTICORE BI 25 G3 integriert: Die Gewerbewechselrichter der PIKO CI-Familie (Generation 1 und 2) sowie der PLENTICORE BI 25 G3 können nun als MDC-Clients eingebunden, visualisiert und zentral geregelt werden. Darüber hinaus kann der PLENTICORE BI 25 G3, wie jeder PLENTICORE G3, als Master eingesetzt werden.
- Bis zu vier MDC-Clients: Der MDC-Host kann nun bis zu vier MDC-Clients im lokalen Netzwerk zusammenfassen.
- Zentrale Modbus-TCP-Steuerung: Die gesamte Mehrgeräteanlage lässt sich über eine zentrale Schnittstelle ansteuern. Steuerbefehle werden per Modbus TCP gemäß KOSTAL Modbus-Spezifikation, Kapitel 3.6, ausschließlich an den MDC-Host übermittelt. Dieser übernimmt die Verteilung der Vorgaben an die eingebundenen Clients.
- Erweiterte Verbrauchsvisualisierung: Über den MDC-Host kann nun gezielt ein einzelner Verbraucher oder ein kompletter Verbraucher-Stromkreis visualisiert werden. Unterstützt werden unter anderem:
- KOSTAL Smart Energy Meter (KSEM)
- Shelly Gen2/Gen3
- Shelly 3EM (Gen2)
- Shelly Pro 3EM (Gen3)
- Shelly Plug S Gen3
- Shelly Plug M Gen3
- TQ-Systems SU100, MU103 und EM410
- Erweiterte Systemüberwachung: Fällt ein über den Gerätemanager eingebundener Client im Netzwerk aus, meldet der MDC-Host dies über den spezifischen Ereigniscode EC8005.
- Dynamische Stromtarife in weiteren Märkten: Die integrierte Unterstützung dynamischer Strompreise wurde auf die baltischen Staaten ausgeweitet.
Bewährte MDC-Kernfunktionen bleiben das Fundament
Das Grundprinzip der Multi Device Control bleibt unverändert: Ein PLENTICORE G3 fungiert als Host und koordiniert das Gesamtsystem – ohne zusätzliche Energiemanager-Hardware.
- Flexibles Batteriemanagement: Ein Batteriespeicher am Host wird standardmäßig unterstützt. Über die optionale Erweiterung „Batteriesteuerung mit MDC“ lassen sich weiterhin bis zu drei Speichersysteme – eines pro Wechselrichter – mit synchronisierter SoC-Nutzung betreiben. Der Backup-Betrieb erfolgt über den Speicher am Host.
- Vorbereitet zur Umsetzung der Anforderungen nach § 9 EEG und § 14a EnWG (in Verbindung mit kompatibler Steuerungs- und Zählertechnik).
- LAN-basierte Vernetzung: Die Kommunikation der MDC-Geräte erfolgt über das lokale Netzwerk. Der Zähler wird über RS485 angebunden; die Clients kommunizieren per LAN mit dem Host. Einrichtung und Konfiguration erfolgen über das Webinterface.
Das MDC-Update steht ab sofort mit der Software-Version 3.07.00.25789 für den PLENTICORE G3 zur Verfügung.
Die aktuelle Software steht im Downloadbereich von KOSTAL Solar Electric bereit.