KOSTAL führt Multi Device Control (MDC) für PLENTICORE G3 ein
Zentrale Steuerung von bis zu drei Wechselrichtern – schneller installiert, smarter gesteuert
KOSTAL erweitert die Einsatzmöglichkeiten seiner Wechselrichter-Serie PLENTICORE G3 um die neue Multi Device Control (MDC)-Funktion. Mit MDC lassen sich bis zu drei Wechselrichter zentral über ein PLENTICORE steuern und überwachen. Ziel ist es, die Umsetzung komplexer Photovoltaik-Projekte – etwa bei anspruchsvollen Dachflächen oder erhöhtem Speicherbedarf – zu vereinfachen sowie Installations- und Konfigurationsaufwände zu reduzieren.
Aktuell ist Multi Device Control für PLENTICORE G3 und PLENTICORE MP G3 verfügbar. KOSTAL entwickelt die Funktion kontinuierlich weiter – so sollen künftig weitere kompatible Wechselrichter, wie der PIKO CI, unterstützt werden. Die Nutzung von MDC ist ab Software-Version 3.06.10 möglich.
Ein System. Eine Steuerung. Volle Kontrolle.
In einem MDC-Verbund übernimmt ein PLENTICORE G3 als MDC-Host die zentrale Steuerung und Überwachung aller eingebundenen MDC-fähigen Geräte (Clients) im Hausnetz. Weitere Wechselrichter werden direkt über den Gerätemanager im Webinterface des Hosts integriert – einfach, schnell und ohne zusätzliche Systemlogik.
Wichtig: Die Systemführung erfolgt ausschließlich über den MDC-Host. Eine Steuerung über KSEM oder andere externe Energiemanager ist im MDC-Verbund nicht zulässig und darf nicht parallel erfolgen.
Optimierte Speicherstrategie für gleichmäßige Auslastung
Standardmäßig wird ein Batteriesystem am MDC-Host angeschlossen, betrieben und gesteuert. Mit der optionalen Produkterweiterung „Batteriesteuerung mit MDC“ können bis zu drei Speichersysteme integriert werden – jeweils ein Speichersystem pro Wechselrichter. Ein Speichersystem kann dabei auch aus mehreren parallel geschalteten Batterietürmen bestehen und wird vom System als eine Einheit behandelt.
Die Lade- und Entladeleistung wird intelligent auf die angeschlossenen Speichersysteme verteilt, sodass ein möglichst gleichmäßiger Ladezustand (State of Charge, SoC) über alle Speicher hinweg erreicht wird. Das sorgt für eine optimale Nutzung der Gesamtkapazität und erhöht die Systemeffizienz.
Backup-Betrieb: klare Priorität, klare Logik
Im Backup-Fall wird ausschließlich das am MDC-Host angeschlossene Speichersystem genutzt. Die weiteren Wechselrichter im Verbund werden in diesem Betriebsmodus nicht aktiviert und speisen nicht ins Netz ein. Eine parallele Steuerung mehrerer Wechselrichter im Backup-Betrieb ist aktuell nicht vorgesehen.
Bereit für Netzanforderungen und dynamische Tarife
Der MDC-Host kann Abregelungssignale (gemäß §9 EEG oder §14a EnWG) zentral verarbeiten und an alle Clients verteilen. Darüber hinaus unterstützt das System moderne Anforderungen, darunter die Nutzung dynamischer Stromtarife.
Die Gesamtanlage wird als Leistungsflussdiagramm übersichtlich auf dem Display sowie im Webserver des MDC-Hosts dargestellt. Zusätzlich kann durch Aktivierung der Datenübertragung zum KOSTAL Solar Portal die gesamte Anlage in einer gemeinsamen Übersicht verwaltet werden.
KOSTAL MDC: einfach, effizient, intelligent gesteuert
KOSTAL schafft mit der neuen MDC-Funktion die Grundlage für effizientere Systeme, bessere Nutzung von Speicherkapazitäten und die einfache Umsetzung moderner Anforderungen wie dynamischer Tarife.
Denn die zentrale Steuerung von bis zu drei PLENTICORE G3 Wechselrichtern reduziert die Komplexität bei Planung, Inbetriebnahme und Betrieb deutlich. Gleichzeitig ermöglicht das erweiterte Batteriemanagement eine flexible und skalierbare Speicherstrategie – insbesondere für größere und anspruchsvollere PV-Anlagen. Ein klarer Mehrwert für Installateure und Betreiber gleichermaßen.
Informationen zur Verschaltung und Einrichtung finden Sie hier:
MDC