50,2 Hz Nachrüstung

50,2 Hz Nachrüstung

Am 26. Juli 2012 ist die Systemstabilitätsverordnung (SysStabV) in Kraft getreten. Mit dieser soll die Systemstabilität des Elektrizitätsversorgungsnetzes durch Solaranlagen auch bei Über- und Unterfrequenzen gesichert werden. Hierdurch entsteht die Notwendigkeit, dass einige PV-Anlagen nachgerüstet werden müssen.

Viele ältere Anlagen sind so eingestellt, dass sie sich bei einer erhöhten Netzfrequenz von 50,2 Hz schlagartig vom Netz trennen. Schalten sich eine Vielzahl an Solaranlagen gleichzeitig ab, so sinkt die Netzfrequenz mit einem Mal zu stark. Dies könnte zu deutschlandweiten Versorgungsstörungen führen. Um das hohe Maß an Versorgungssicherheit in Deutschland weiter gewährleisten zu können, wurden – gemeinsam vom Bundesumweltministerium, dem Bundeswirtschaftsministerium, den Netzbetreibern und den betroffenen Verbänden – Maßnahmen zur Nachrüstung von Photovoltaikanlagen erarbeitet. Dabei ist nicht nur eine Anpassung der Einstellungen von neuen, sondern auch von bestehenden Anlagen erforderlich.

Diese Nachrüstung ist durch eine eingetragene Elektrofachkraft nach DIN VDE 1000-10 (VDE 1000-10):2009-01 vorzunehmen:

Eine spezielle Schulung oder Zertifizierung ist dank der einfachen Nachrüstung mittels Softwaretool, unabhängig vom Baujahr und Softwarestand, nicht erforderlich.

Für Anlagenbetreiber entstehen keine Kosten, allerdings sind sie im Interesse aller deutschen Stromverbraucher zur Mitwirkung verpflichtet. Ist eine Anlage von der Nachrüstung betroffen, wird der Anlagenbetreiber von dem jeweiligen Verteilnetzbetreiber informiert.  Selbstverständlich hat die Umrüstung keine Auswirkungen auf die bestehenden Garantiezeiten.

Für die PIKO-Wechselrichter steht das Softwaretool plus Anleitung für die Nachrüstung hier zur Verfügung.

Weitere Informationen zur 50,2 Hz Nachrüstung finden Sie auf den folgenden Internetseite: